Tsunami Treibgut erreicht amerikanische Küste
Der Tsunami der am 11. März 2011 in Japan wütete richtete nicht nur dort erhebliche Schäden an und führte zu einer der größten Umweltkatastrophen weltweit, nun kommt das Treibgut auch in Amerika schon an. Tonnenweise Material zog der gewaltige Tsunami in Japan in das Meer, darunter auch ganze Schiffe. Durch Strömungen treibt das meiste davon auf Amerika zu und je nach Art kommen jetzt die ersten Trümmer auch an. Das bisher größte war der Fischtrawler "Ryou-Un Maru", der von März letzten Jahres bis jetzt in den April rund 8.000 Kilometer herrenlos als Geisterschiff durch die Meere trieb und jetzt vor der amerikanischen Küste versenkt werden musste.

Nach Ansicht des Ozeanograph Curtis Ebbesmeye ist das aber nur der Anfang, da es noch viel mehr Trümmer und Müll gebe, der sich lediglich langsamer durch die Strömung vorwärts bewege. So werde es wohl noch weitere Spätschäden aus der Tsunami Katastrophe geben als bislang angenommen. Die japanischen Regierung geht davon aus, das rund fünf Millionen Tonnen Trümmer ins Meer gezogen wurden, wovon angeblich rund 70 Prozent gleich gesunken wären. Wenn diese Schätzung stimmt, sollten noch immer mindestens 1,5 Millionen Tonnen Trümmer verstreut im Meer Richtung Amerika unterwegs sein. Darunter ist natürlich auch hoch giftiger Müll, wie hoch der Anteil daran ist ist aber nicht bekannt. In Amerika zumindest häufen sich die Hinweise durch Anwohner, die melden das bei ihnen Kanister und andere Müll angeschwemmt wird, der aus Japan stammen soll.

Bislang gibt es keine Behörde, die für die Beseitigung von Müll im Meer zuständig ist und so wird noch lange Zeit unsere Meere durch den Tsunami Müll und anderen Verunreinigern belastet werden. Die Auswirkungen auf die Fischwelt und die Meere hingegen sind Ungewiss und es kann sein das nachfolgende Generation durch unserer Umweltverschmutzung erhebliche Probleme bekommen werden. Die Natur ist ein komplexes Gebilde welches voneinander abhängig ist und selbst kleinste Störungen, wie das aussterben einer Fischart kann ungeahnte Folgen auf das ökologische Gleichgewicht haben. Für den Meereskundler Ebbesmeyer gibt es bereits erste Anzeichen für das erhöhte sterben von Meeresschildkröten, deren Weg durch den Tsunami Müll von Japan führt.
Datum: 21.04.2012
Kategorie: Wissen » Natur
Autor: WebReporter
Links:
» http://www.n-tv.de/...
|
|
|
Wählen Sie eine Anzahl an Sternen zum Bewerten aus. Je mehr Sterne Sie auswählen, desto besser bewerten Sie.
 
0/10 (0 mal bewertet)
Beitrag verlinken

Beitrag in andere Webseite einfügen

Natur Archiv | Natur Archiv 04.2012